mIch wurde in São Paulo, Brasilien geboren – einer Stadt voller Rhythmus, Kultur, Farben und Kontraste.
Schon seit ich denken kann, war Kunst meine erste Sprache. Zeichnen, Malen, Gestalten… das waren nie nur Hobbys. Es war mein natürlicher Weg, die Welt zu verstehen.
Mein Lebensweg führte mich über Kontinente hinweg.
Zuerst nach London, wo die raue, multikulturelle Energie meinen Blick für visuelle Kommunikation prägte.
Später nach Warschau, wo Geschichte, Architektur und eine wachsende Kreativszene meine künstlerische Disziplin vertieften und meinen Stil weiter formten.
Doch der ursprüngliche Funke entstand viel früher.
Mein erster Kontakt mit dem Tätowieren reicht zurück in die späten 80er Jahre.
Ich war gerade einmal zwölf Jahre alt, baute mir aus allem, was ich finden konnte, meine ersten selbstgemachten Tattoomaschinen und begann, meine kleinen Freunde im Hinterhof oder in Kinderzimmern zu tätowieren.
Sicherlich nicht der professionellste oder empfohlenste Start – aber heute sehe ich diese Zeit mit einem warmen Lächeln.
Es sind Erinnerungen voller Neugier, Mut und Kreativität… und zum Glück blieb mir der Zorn der Eltern erspart.
Mit den Jahren blieb mir die Kunst treu.
Ich schlug beruflich einen kreativen Weg ein und arbeitete viele Jahre als Designer und Art Director.
Diese Zeit prägte mein Verständnis von Ästhetik, Komposition, Farbtheorie, Emotion und visueller Erzählung.
Alles, was ich in der Designwelt gelernt habe, wurde später zum Fundament meines heutigen Tattoo-Stils: präzise, ornamentale, bedeutungsvolle Arbeiten, die auf Intention und Gefühl basieren.
Schließlich führte mich das Leben nach Hamburg – und die Stadt fühlte sich vom ersten Moment an wie Heimat an.
Hamburg hat diese einzigartige, fast magische Balance:
kreativ und ruhig zugleich, international und dennoch nahbar, inspirierend und dennoch geerdet.
Es ist ein Ort, an dem man als Künstler atmen, beobachten, wachsen und aus dem Herzen heraus erschaffen kann.
Hamburg zu wählen war keine Entscheidung – es war ein natürlicher Ruf.
Heute trägt jede Tätowierung, die ich mache, ein Stück dieses gesamten Weges in sich:
brasilianische Leidenschaft, Londoner Energie, Warschauer Disziplin und Hamburger Seele.
Tätowieren ist für mich nicht nur ein Beruf – es ist die Fortsetzung eines Lebens, das der Kunst gewidmet ist.
Ein Weg, Geschichten dauerhaft zu machen.
Ein Weg, die Vergangenheit zu ehren und im Jetzt Schönheit zu erschaffen.
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